Was macht einen guten Trekkingrad-Rucksack aus?

Das wichtigste Utensil beim Wandern oder Trekkingrad fahren, der Rucksack. Aber was macht einen guten Fahrrad rucksack aus? Und welcher Rucksack ist für mich am besten geeignet? Auf was muss man achten bei der Wahl des perfekten Wanderrucksack? 

Über diesen ganzen Fragen steht unausweichlich die Tatsache das ohne einen Rucksack keine längere Wanderung oder Radtour zu meistern ist. Jeder der wandern oder eine Tour mit dem Trekkingrad oder einem Speed Pedelec machen möchte braucht ihn also, den Rucksack. Ob mit viel oder wenig Stauraum ob Wetterfest oder ganz leicht, dies hängt von den persönlichen Vorlieben und den geplanten Aktivitäten ab. 

Ein guter Trekkingrad-Rucksack für kleine und mittlere Touren

Wer nur ab und an die Wanderschuhe bzw Fahrradschuhe schnürt und demzufolge auch eher leichte Touren in Angriff nimmt, ist mit kleinen Allzweck-Wanderrucksäcken bestens bedient. Auch in unteren Preisregionen findet man dabei Modelle die nicht nur Wasserabweisend (bis zu einer bestimmten Regenmenge) sind, sondern auch ausreichend Platz bieten für alles was man auf einer Wanderung so braucht. 

Um ein besseres Bild zu haben was in den Rucksack alles reinpassen sollte, findet Ihr hier eine kleine Aufstellung der wichtigsten Wanderutensilien auf die man nicht verzichten sollte.

Tagestouren leicht:

  • Wechselshirt
  • Wechselsocken
  • Regenjacke
  • Kappe / Mütze
  • Sonnenbrille
  • Regenhülle (für Rucksack)
  • Handy
  • Technischen Schnick-Schnack (z.b. Powerbank, Ferngals, Lampe…)
  • Trinken
  • Essen
  • Energieriegel / Schokolade
  • Taschentücher
  • Sonnencreme
  • Pflaster
  • Bargeld
  • Ausweis

Tagestouren schwer:

Bei anspruchsvollen Tagestouren sollten neben den oben aufgeführten Gegenständen auch noch weitere mitgeführt werde.

  • Funktionsunterwäsche
  • GPS / Karten
  • Erste-Hilfe-Set
  • Wanderstöcke
  • Iso-Jacke
  • Iso-Hose
  • Feuerzeug

All dies muss nun in den Rucksack passen, kein einfaches Unterfangen aber machbar. Der Fahrrad Wanderrucksack sollte also über mehrere Fächer verfügen um nicht Verpflegung und Bargeld durcheinander im Rucksack zu haben. Ein guter Trekkingrad-Wanderrucksack sollte mindesten Fünf verschiedene Fächer haben. Drei davon an der Aussenseite sein um rasch und ohne Probleme an den Inhalt zu gelangen. Zwei weitere getrennte Fächer in der Innenseite des Trekkingrucksackes. Insgesamt sollte das Volumen ca. 15l bis 20l betragen, damit hat man für leichtere Tagestouren ausreichend Platz und alle aufgeführten Gegenstände lassen sich unterbringen.

Für größere und schwerere Touren muss der Wanderrucksack etwas an Volumen zulegen. Unter einem Fassungsvermögen von 30l sollte man nicht bleiben um nicht in Verlegenheit zu kommen das eine oder andere doch zu hause zu lassen.

Rucksack ansehen

Trekking-Wanderrucksack Passform

Wer wandert will sich auf die Umwelt und sich selbst konzentrieren. Ein drückender, rutschender – nicht passender – Rucksack ist dabei nicht nur nicht hilfreich, er kann dafür sorgen die komplette Wanderung zu einem unschönen Erlebnis werden zu lassen. Aus diesem Grund muss beim Kauf auf die Träger sowie das Rückenteil des Wanderrucksacks geachtet werden. Die Träger sollten dabei ausreichend breit sein um das Gewicht auch über einen längeren Zeitraum gleichmäßig zu verteilen. Das Rückenteil sollte gepolstert und Atmungsaktiv sein, ein nassgeschwitzter Rücken kann zwar vorkommen aber nur weil die Wegstrecke anspruchsvoll ist und nicht weil der Rucksack keine Luft durchlässt.

Der Wanderrucksack, ob fürs Wandern oder Radahren muss zur Rückenlänge passen. Aus diesem Grund haben viele Wander oder Trekkingrucksäcke Höhenverstellbare Gurte. Hat der gewählte Rucksack keine verstellbaren Schultergurte ist die Größe entscheidend die zur eigenen Körperform passen sollte. Einige Hersteller bieten Herren und Damenrucksäcke an, wobei letztere einfach die kleinere Version des Herrenrucksack ist. Um die genaue Rückenlänge zu ermitteln wird vom siebten Halswirbel bis zum oberen Ende des Hüftknochen gemessen. Diese länge ist dann der Spielraum den man bei der Wahl des Rucksacks.

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Allrounder oder Highend Wanderrucksack

Die eigenen Ansprüche und die individuellen Vorlieben sowie der Geldbeutel sind neben den aufgeführten “Hardfacts” die Kriterien die bei der Auswahl herhalten sollten. Wer den Rucksack nicht nur zum Wandern sondern auch zum Beispiel für Trekkingrad Touren nutzen will, braucht ein leichteres und kleinere Modell. Aktive Wanderer hingegen sollten sich mit dem etwas größeren Modell beschäftigen welches ihnen auch erlaubt längere Touren durchzuführen.  

Wanderrucksäcke für Kinder

Nicht selten kommen auch die kleinsten mit zu einer Wanderung. Da man nicht alles in den eigenen Rucksack bekommt und das Kind auch ohne zu fragen an seine eigenen Sachen kommt, gibt es spezielle Rucksäcke für Kinder. Hierbei ist darauf zu achten dass das Volumen sowie das max. Gewicht zu dem Kind passt. Ein paar allgemeingültige Vorgaben dazu sagen aus das Kinder im Kindergartenalter mit 1kg-1,5kg recht gut über einen längeren Zeitraum zurecht kommen. Im Grundschulalter kann das maximal Gewicht auf 3kg bis 3,5kg gesteigert werden, Schulkinder schaffen größer Strecken mit bis zu 5,5kg. Älteren Kindern kann man durchaus auch ein Gewicht von 7kg für Wanderungen zumuten. 

Pflege des Fahrradrucksacks

Hat man den perfekten Rucksack gefunden, so will man diesen natürlich nicht so schnell wieder hergeben. Gerade nach Wanderungen im Frühjahr und Herbst hinterlässt das Wetter und der Untergrund aber gern Spuren auf dem liebgewonnenen Reisebegleiter. 

Grundsätzlich sollte man nach jeder Wanderung seinen Rucksack säubern. Je nach Grad der Verschmutzung mehr der eben weniger. Die Waschmaschine ist dabei aber keine Hilfe, zu viel kann an dem Rucksack kaputt gehen. Bei leichten Verschmutzungen reicht es in der Regel aus den Rucksack von innen mit einem Feuchttuch auszuwischen und von außen mit einem nassen Lappen. Sitz an der Aussenseite doch mal mehr Dreck dann kommt die Dusche zum Einsatz. Rucksack leergeräumt, Innenraum gereinigt und ab unter die Brause mit dem guten Stück. Die Zahnbürste kann im Nachgang bei Reißverschlüssen zum Einsatz kommen, damit diese auch bei der nächsten Wanderung richtig auf und zu gehen einfach den Dreck den die Dusche nicht schafft aus dem Reißverschluss bürsten. 

Nach dem Trocknen des Rucksacks sollte man die Reißverschlüsse noch mit Silikonspray oder gleichwertigen Ersatz einsprühen. Befolgt man diese recht simplen Pflegetipps hat man auch noch in Jahren einen perfekten Rucksack für das ganz individuelle Wandervergnügen.